Der Turbolader benötigt aufgrund der hohen Drehzahlen eine Schmierung.
Hohe Drehzahlen erzeugen viel Wärme, daher sind ausreichender Ölfluss und Kühlung entscheidend, um die Lebensdauer des Turboladers zu verlängern.
Was sind die häufigsten Ursachen für Turboladerschäden?
Schäden durch Fremdkörper (oft im Ansaugweg)
- Motorfragmente, wie z.B. Ventilstücke, können das Turbinenrad treffen. Auch eine unzureichende Wartung des Luftfilters kann Partikel (wie Sand, Kies und andere Verunreinigungen) zulassen, die den Turbolader durch das Treffen auf die Kompressorrad-Schaufeln beschädigen.
- Schäden an den Schaufeln führen zu einer Unwucht der Turbine
- Vibrationen entstehen, die sich mit der Zeit verschlimmern und zu schweren Schäden und Turboversagen führen können.
- Eine Vor-Ort-Inspektion einer Turbine ist nicht immer möglich, daher ist es wichtig sicherzustellen, dass der Motor in gutem Zustand ist und die Luftfilter von hoher Qualität und in gutem Zustand sind, um vorzeitige Schäden zu verhindern.
- Falls Sie die Möglichkeit haben, die Turbine zu inspizieren (durch Entfernen des Ansaugstutzens), können Sie den Zustand schnell überprüfen, indem Sie die Turbine auf und ab bewegen. Anzeichen für ein Auswuchtproblem sind übermäßiges Spiel und/oder Absplitterungen und Spuren an den Turbinenschaufeln.
- In diesen Fällen ist eine Überholung oder der Austausch des Turboladers sehr empfehlenswert, um Schäden an anderen Motorkomponenten zu vermeiden.

Plötzlicher Motorstopp bei hoher Drehzahl und/oder ohne Abkühlung
Es ist wichtig, den Motor im Leerlauf auszuschalten, damit der Turbolader einige Sekunden (30 bis 40 Sekunden) abkühlen kann.
Diese kurze Dauer ermöglicht es dem Kühlsystem, die Wärme von der Turbine und der gesamten Baugruppe abzuleiten, um zu verhindern, dass Temperaturen > 900°C im Turbolader bestehen bleiben und aufgrund von Hitzeübertragung zur Verkohlung führen.
Auch ein unsachgemäßes Aufwärmen eines turbogeladenen Motors ist wichtig, da eine übermäßige Ausdehnungsrate bei einem kalten Motor Risse in Komponenten durch thermischen Schock verursachen kann. Die Beachtung der Aufwärm- und Abkühlzeiten des Motors ist wichtig, um vorzeitige Schäden zu vermeiden.
Überhitzung
Turbogemotoren erreichen viel höhere Temperaturen als ältere Saugmotoren → + Leistung = + Wärme. Übermäßige Hitze kann zum Bruch oder Verformung des Hitzeschilds und des Turbinengehäuses führen, was die Turbine selbst verformen oder das Schmelzen oder Verkohlen von Komponenten verursachen kann. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, die Luftwege im Motorraum frei zu halten, indem die Kühler und Motorhaubengitter ordnungsgemäß gereinigt werden.
Niedriger Stand oder Mangel an Motoröl
Aufgrund der hohen Drehzahlen der Turbine (>100.000 U/min) kann ein Mangel oder das Fehlen von Schmieröl, selbst für einen Bruchteil einer Sekunde, ernsthafte und kostspielige Schäden verursachen.
- Nichteinhaltung der Ölwechselzeiten
Ein Turbolader ist kein geschlossenes System, Öl kann aus dem Lagergehäuse austreten, sodass Abgase in das Öl gelangen können. Wird das Motoröl nicht häufig genug gewechselt, können sich Verbrennungsrückstände aus den Abgasen allmählich im Öl ansammeln und es durch die Änderung seiner Viskosität verunreinigen. In diesem Fall kommt es zu einer Verringerung des Ölflusses im Turbolader, was zu einer Blockierung der Turbine führen kann. - Probleme im Schmierkreislauf
Der Schmierkreislauf sollte auf sichtbare Schäden und/oder Verstopfungen überprüft werden. - Verwendung der richtigen Schmieranschlüsse
Stellen Sie sicher, dass die Anschlüsse des Schmierkreislaufs für den Turbolader korrekt sind, um nicht die Ölversorgung der Hauptlager einzuschränken.
Falsches Motordesign
Viele Turbolader neigen (und daher Wiederholverbrecher) zum Ausfall, wenn der Motor für die Anwendung nicht ganz geeignet ist. Das kann bei zu kleinen Motoren auf sehr schweren Fahrzeugen der Fall sein oder bei kleinen Motoren, bei denen zu viel Pferdestärken entwickelt wurden. Dies führt zu übermäßig hohen Ölpressuren, die zu einem Ausfall der Turbinenwelle führen können.
Anzeichen eines defekten Turboladers
- Übermäßiger Motorölverbrauch
Kann durch Verschleiß der Turboladerdichtungen verursacht werden, wodurch Öl in das Ansaugsystem eindringen kann. - Übermäßiger Kraftstoffverbrauch
Das stöchiometrische Verhältnis (Luft/Kraftstoff-Gemisch) von Turbomotoren ist sehr präzise. Wenn der Turbolader nicht ordnungsgemäß funktioniert, kann dies das Verhältnis verändern, indem falsche Luftmengen eingebracht werden. Dies führt zu schlechterer Verbrennung und höherem Kraftstoffverbrauch. - Bläulicher Rauch
Die bläuliche Farbe des Abgases ist ein Anzeichen für Ölverbrennung. Wenn das Problem vom Turbolader herrührt, tritt blauer Rauch sowohl im Leerlauf des Motors als auch während des normalen Betriebs auf. - Motorölleckagen
Es können Ölleckagen in der Nähe der Ladeluftkühlerklemmen auftreten, die auf eine lange Standzeit des Motors zurückzuführen sein können. Wenn jedoch die Leckagen während des Betriebs nicht aufhören, wird empfohlen, den Zustand des Turboladers zu überprüfen. - Übermäßiges und/oder anhaltendes Turbolader „Pfeifen“
Der Turbolader kann beim Erzeugen hoher Luftströme ein „Pfeifen“ verursachen, das jedoch, wenn konstant oder sehr hoch, auf einen Defekt der Lagerbaugruppe oder Turbine hindeutet. Sollte dieser Zustand eintreten, wird empfohlen, den Zustand des Turboladers zu überprüfen. - Leistungsverlust
Der Großteil der Leistung eines turbogeladenen Motors stammt vom Turbolader selbst. Wenn dieser beschädigt ist, kommt es zu einem erheblichen Leistungsverlust
Wir sind hier, um zu helfen!
Für Fachberatung oder weitere Informationen zu Turboladern oder anderen Motorteilen wenden Sie sich an unsere Spezialisten. Entdecken Sie unser vollständiges Sortiment an Turboladern. Sollten Sie noch kein Kramp Konto haben, finden Sie einen Händler in Ihrer Nähe, um diese Produkte zu erkunden.
